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Endlich mal wieder ein wunderschöner Sommertag in Jena. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und am Johannistor ist Veggie Sommerfest. Nichts wie hin!
IMGP63042Gestern ging das Veggie Sommerfest in die zweite Runde. Während im letzten Jahr alles noch auf dem Ernst Abbe Campus stattfand, wurde die Veranstaltung diesmal ins „Faulloch“ (dem Platz direkt neben dem Johannistor) verlegt.

Direkt am Eingang zum Platz begrüßte uns das „Grunz-Mobil“ der Albert Schweitzer Stiftung, welches wohl auch dem letzten Fußgänger auf die Idee gebracht haben sollte um was es bei dieser Veranstaltung gehen sollte: die Menschen über Tierrechte informieren und mit leckerem veganem Essen begeistern.

421935_275006362639830_491337553_nObwohl wir erst gegen 15 Uhr zum Johannistor kamen (und damit die ersten zwei Stunden bereits verpasst hatten), habe ich mir jedoch sagen lassen, dass um die Mittagszeit ordentlich was los gewesen sein muss. Am Nachmittag waren aber schätzungsweise immernoch zwischen 50 und 100 Leute da. Natürlich kann man nicht sagen wie viele davon Veggies waren und wieviele wirklich nur mal „reingeschnuppert“ haben.

Während ich voller Genuss meine erste Curry-Vurst mit Brötchen gegessen und Limo getrunken habe, fing dann auch der Redebeitrag von Daniela Böhm an. Da die Plätze vor der Bühne, dem schönen Wetter sei Dank, komplett in der Sonne standen, haben wir es uns (wie die meisten anderen auch) am Rand im Schatten gemütlich gemacht. Ich weiß nicht recht woran es liegt, aber solche Lesungen/Redebeiträge wirken auf mich immer als wäre ich auf einer Kundgebung. Sehr schade, denn ich denke dass so etwas auf nicht-veggies irgendwie abschreckend wirkt.

IMGP6310Die Zeit vor, während oder nach dem Essen konnte man dann auch direkt zum Stöbern nutzen. Unter den zahlreichen Infostände waren neben der Albert Schweitzer Stiftung auch „Animals‘ Angels“, „Ärzte gegen Tierversuche“, das „PETA2 Streetteam Jena“, „Sea Shepherd“ und der „Vebu“ sowie die Organisatoren des Festes von „Animal Rights Watch“ Thüringen vertreten. Hier konnte sich dann in aller Ruhe informiert, ausgetauscht oder einfach nur „geschnackt“ werden. Für Kostproben und vegane Gaumenfreuden sorgten die „VleischVabirk“, „MyCookies“ und die „Veganstraße“ von Luigi Temporin. Wie auch im letzten Jahr hatten die Backfeen von „Animal Rights Watch“ auch wieder selbstgemachte Kuchen dabei. Da wusste man gar nicht wo man sich zuerst durchfuttern sollte. Gerne hätte ich noch eine Wrap von der Veganstraße probiert, aber wie es halt immer so ist: wer zu erste kommt malt isst zuerst und als ich dann kam war alles alle ^^ Mein Herzkönig hatte sich derweilen spontan in den Hanftee von „MyCookies“ verliebt und den restlichen Nachmittag kaum noch über was anderes geredet außer „Wir brauchen daheim auch so einen Tee.“veggie SommerfestZurück auf unseren schattigen Plätzchen gab es etwas Psychedelic-Rock von „Flowers Grey“ zu lauschen. Musik ist auf Festen natürlich immer eine super Idee, da sie Leute anlockt und gute Laune verbreitet. Dem gleichen Zweck kamen später dann auch „Hisztory“ nach. Kleiner Wermutstropfen war allerdings die Lautstärke, die bei Liveveranstaltungen aber wahrscheinlich kaum zu vermeiden ist. Für die Kleinsten (sowohl für Vier- als auch Zweibeinige) war es dann keine gute Idee mehr in der Nähe der Bühne zu sein und auch für uns andere wurden Gespräche etwas schwierig.

Aber ich will gar nicht viel meckern, immerhin war es ein wirklich schöner Nachmittag im Herzen von Jena und ich hoffe sehr, dass solche Veranstaltungen regelmäßiger werden und immer mehr Leute anziehen. Für nächstes Jahr würde ich mir gerne noch ein paar mehr Stände wünschen und der Veranstaltung eher einen Spaß- denn einen politischen Faktor geben. Veganes Essen ist super lecker auch ohne den erhobenen Zeigefinger, deswegen fände ich die Infobeiträge an den Infoständen besser aufgehoben als auf der Bühne. Etwas leisere Musik aus der Dose fände ich für die längen Pausen zwischen den Bands auch nicht schlecht. So kann man sich weiter gut unterhalten und es werden trotzdem noch Leute „von draußen“ angelockt. Wie auch immer die Planung aussieht nächstes Jahr bin ich auf alle Fälle wieder dabei!

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