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Wenn mein Herzkönig eins weiß, dann dass es mir Kühe total angetan haben. Es wundert ihn auch schon gar nicht mehr, wenn meine Stirn regelrecht an der Autoscheibe klebt, weil wir mal wieder an einer kleinen Gruppe dieser wunderschönen Geschöpfe vorbei fahren. Leider konnte ich ihn noch nie dazu bewegen zum Kuh-streicheln anzuhalten, was vielleicht auch besser so ist…wer weiß um wie viele Stunden sich sonst die Weiterfahrt verzögern würde. 😉

Aber auch wenn es immer total idyllisch aussieht, wie diese großen Tiere über die Sommermonate auf den Wiesen stehen, weiß ich heute, dass nicht viele Tiere dieses Glück teilen. Während unserer Familienurlaube vor 15 Jahren (oh je bin ich alt…) haben wir mehrfach Urlaub auf dem Bauernhof gemacht. Das war einfach toll! Den ganzen Tag im Stall verbracht, Kühe gefüttert, beim Melken geholfen, die Kälber versorgt und sogar 2 Geburten auf dem Hof miterlebt. Wie könnten Ferien besser sein?! Ein paar Dinge habe ich aber während unserer Aufenthalte aber nie so ganz verstanden: warum dürfen die Kälber nicht bei ihren Müttern bleiben, sondern werden direkt nach der Geburt in eine kleine Box gesperrt? Wieso werde ich komisch angeschaut, wenn ich ihnen reihum Namen gebe und warum dürfen nur die Bullen draußen auf der Weide sein, während die Weibchen drinnen im Stall auf Steinplatten stehen? „Das ist eben so.“ Wurde mir dann erklärt, „Kühe sind dazu da Milch zu geben. Das sind eben Nutztiere und keine Haustiere wie Katzen oder Hunde.“Präsentation1Dass das Mensch-Kuh-Verhältnis so nicht sein muss, ist vielen, denke ich, gar nicht so bewusst. Die vorherrschende Meinung ist immernoch, dass Kuhmilch trinken gesund ist, da sie wertvolles und vor allem für uns notwendiges Calcium für den Knochenaufbau liefert. Tatsächlich wird für den Abbau der Milch in unserem Körper mehr Calcium benötigt, als es liefert. Die klassische „Milchmädchenrechnung“ also die ihrem Namen hier wirklich alle Ehre macht. Aber zurück zu den Kühen ^^

Ein ganz ganz tolles Projekt zum Thema „Kuhschutz“ haben vor knapp 4,5 Jahren Sebastian und Mariela von Happy Kuh e.V. ins Leben gerufen. Sie geben auf ihrem Land ehemaligen Milchkühen, Kälbern und vor dem Schlachthof geretteten Tieren ein neues Zuhause. Da dieses tolle Projekt absolut unterstützenswert ist, hat unsere liebe Anna vom Café [fau] dieses Jahr kurzerhand eine Kuh-Patenschaft übernommen und seither kommt das Trinkgeld aus dem Café der Kuh „Gayatri“ alias „Ronja“ zugute. Als „Gayatri“ dann vor knapp einer Woche ihr Kälbchen „Madhura-Candra“ zur Welt brachte, war es nun doch einmal Zeit der Patenkuh einen Besuch abzustatten. Um das Ganze perfekt zu machen war dann auch noch ein Platz im Auto frei und so durfte ich mitfahren 😀 SOOOOOO KUHL!!!

PS: Wer sich über die lustigen Namen der wundert, die man dreimal lesen muss um sie halbwegs korrekt aussprechen zu können, dem sei verraten, dass alle Kühe bei Happy Kuh nach indischen Göttern benannt werden. Schöne Idee, wie ich finde.
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Ich habe leider absolut vergessen mitzuzählen wie viele Kühe mittlerweile vor der Haustür von Sebastian und Mariela wohnen. Aber sie sind soooo schön! Wir durften direkt mit zu den Tieren auf die Wiese und um die Wette streicheln. Ganz schön groß so eine Kuh aus der Nähe, gelle Franzi?! Anna und ihr Mann Hannes hatten auch direkt leckere Geschenke für die Kühe mit: eine ganze Schachtel voller Äpfel und Möhren. Die waren schneller verputzt als wir gucken konnten und Hannes hatte ganz schön zu tun die Tiere davon zu überzeugen, dass er nun wirklich (!) nichts mehr zu essen für sie hat.

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Nach einer kleinen Runde über das Gelände haben wir auch noch die andere Kuh-Gruppe auf einer zweiten Wiese besucht. Neugierig muhend wurden wir von Herdenchef „Virya“ begrüßt. Und nachdem wir für vertrauenswürdig erklärt wurden folgte auch der Rest der Herde. Sebastian hat uns dann noch einiges über das Schicksal der einzelnen Tiere erzählt und wie sie zu Happy Kuh gekommen sind.

Ich wäre am liebsten noch viel länger geblieben, aber wie heißt es immer: man soll gehen, wenn es am Schönsten ist. Also haben wir uns von Sebastian und seinen glücklichen Kühen verabschiedet und sind mit vielen tollen Bildern und vor allem Erinnerungen an einen wundervollen Nachmittag wieder nach Hause gefahren.

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