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Es gibt Momente im Leben, die scheinen wie gemalt, vorherbestimmt oder einfach nur ein glücklicher Zufall zu sein. Zwei Menschen lernen sich kennen und es stimmt einfach. Einige wenige Male habe ich sowas schon erlebt und dass es solche Begegnungen gibt, lässt mich irgendwie an ein bisschen Magie in dieser Welt glauben. So ähnlich ist es auch passiert, als ich meine Freundin Judith angequatscht kennengelernt habe. Nach ein paar Monaten Bekanntschaft direkt von Freundschaft zu sprechen, scheint irgendwie ein wenig vermessen, aber ich fange an an Seelenverwandtschaft zu glauben. Eine andere Erklärung würde lediglich genetische Verwandschaft liefern, aber die können wir (leider) ausschließen. Das wäre ja doch zu schön… Belassen wir es also bei „Schwestern im Geiste“ und kommen zum eigentlichen Thema: unser Frauen-Wochenende in Berlin.

Diese spontane „Schnaps-Idee“ kam uns als Judith über den Newsletter von „travelzoo“ das Angebot einer Doppelübernachtung im 4 Sterne Hotel „Park Plaza“ in Berlin für unglaubliche 50€/Person bekommen hat und niemanden hatte der mitfahren wollte. 50€ für 3 Tage Berlin? In einem 4 Sterne Hotel? Da sag ich doch nicht Nein! Es ist zwar schon ein bisschen abenteuerlich mit jemanden gleich 3 Tage am Stück verbringen zu wollen, den man erst seit gut 3 Monaten kennt, aber ich dachte ein Versuch kann nicht schaden und ich brauchte wirklich mal ein paar Tage Tapetenwechsel. Gesagt, getan und auf ging es dann letzte Woche Donnerstag in die Bundeshauptstadt.

Dem Geldbeutel sei Dank Der Umwelt zuliebe natürlich mit einer Mitfahrgelegenheit. Nach knapp 2,5 Stunden Fahrt kamen wir in Adlershof an…Wo? Ja ungefähr so haben wir dann auch auf den Stadtplan geschaut und mussten uns erst einmal orientieren. Mit der S-Bahn ging es dann aber ohne Probleme direkt zum Hotel an der Landsberger Allee fast schon in Herzen von Berlin.
2013_08_29-31 Berlin mit Judith3

Und das Hotel ließ wirklich nicht zu wünschen übrig. Groß, modern, tolles Zimmer, klasse Aussicht. So kann man sich das gefallen lassen. Viel Zeit zum Entspannen haben wir uns aber nicht gegönnt. Unsere Mägen knurrten bereits ungeduldig und so ließen wir unser King Queen-Size Bett erst einmal unangetastet, schwangen uns wieder in die S-Bahn und fuhren nach Friedrichshain zu Yoyo-Foodworld und damit zur ersten Station auf meiner kleinen kulinarischen Rundreise durch Berlin.

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Das Yoyo-Foodworld kannte ich schon vom letzten Jahr, als ich mit meinem Herzkönig in der Hauptstadt war. Das Yoyo gibt es bereits seit 2008 und ist ein rein veganes und rauchfreies Bio-Fast-Food-Restaurant, in dem es nicht nur Burger mit Pommes, sondern auch Pizza, Käsespätzle, Suppen, Gyros, Salate und Wraps gibt. Zu Trinken gibt es neben verschiedenen Kaffeespezialitäten, Bio-Bier und Bionade auch Sojamilchshakes und Lassi. Als Nachtisch werden je nach Angebot verschiedene Kuchen verkauft.

Im Sommer kann man sich bequem auch draußen hinsetzen und das typische Friedrichshainer Leben genießen. Das heißt, dass wirklich alles irgendwie jung, bunt und alternativ ist.

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Für mich gab es diesmal einen „sChicken Schnitzel Hawaii“ Burger für 3,50€ und eine Bionade für 1,80€. Insgesamt sind die Preise im Yoyo wirklich sehr moderat. Die Burger kosten zwischen 3 und 4€, die Pizza zwischen 5 und 6,50€. Für Getränke zahlt man nie mehr als 2,70€. Ein bisschen „Imbis-Buden-Stil“ muss man im Yoyo aber schon ab können. Dafür ist das Personal sehr nett und das Essen wirklich lecker. Mein Burger war auf alle Fälle ein Traum! Und leider genauso schnell auch weg.

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Vom Besuch bei Yoyo-foodworld bin ich zwar 100% satt geworden, aber wie es immer so ist: für Eis ist nochPlatz! Da fällt mir ein, dass ich noch gar nichts von der tollen Berlin-vegan-App geschrieben habe.

Das muss ich sofort nachholen:

Es gibt eine App für alle veganen Smartphone-Besitzer und jene die es werden wollen. Und das kostenlos! Wenn ihr mal wieder in Berlin seid, ladet sie euch auf alle Fälle aufs Handy. Die „Berlin vegan“ App lokalisiert euren Standort und zeigt euch dann je nach Wunsch die nächstgelegenen Restaurants, Imbisse, Eiscafés oder die nächsten Einkaufsmöglichkeiten mit veganem Angebot an. Einfach toll!

Genauso habe ich dann auch auf meinen spontanen Eishunger reagiert: App an, „Eisdiele“ ausgewählt und *schwups* auf zum „Eisbärliner“ in 800m Entfernung. Hier gibt es neben „normalen“ Milcheissorten auch veganes Eis auf Soja- bzw. Fruchtsorbetbasis. Die veganen Sorten sind hier durch eine blaue statt rote Beschriftung zu erkennen. Und die Eiswaffeln sind natürlich auch vegan. Oh wie mir da das Herz aufgegangen ist! Für mich gab es dann direkt 2 Kugeln pures Glück für 2€, einmal Sojavanille, einmal Cassis. SO LECKER! Lange gelebt hat das Eis nicht, aber dafür ist es zum Glück ja auch nicht gemacht 🙂

2013_08_29-31 Berlin mit Judith

Nach dem Essen ging es für uns dann direkt weiter: ein bisschen Sight-Seeing muss natürlich auch sein. Mit der S-Bahn direkt zu den Hackeschen Höfen. Ein bisschen Schlendern, viel zu teure Mode anschauen und natürlich das Mauerwerk streicheln. Danach ging es Judith auch schon viel besser und wir konnten wieder rein in die S-Bahn und weiter bis zum Potsdamer Platz.

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Nach kurzer Orientierung, verwirrter Nachfrage im Foyer der Deutschen Bahn und der Erkenntnis, dass wir im falschen Gebäude sind, ging es weiter zum „Panorama“ am Potsdamer Platz 1. Für 4€ kann man hier mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas (in 21 Sekunden in den 24. Stock) auf das Dach rasen und danach die Rundumsicht über Berlin genießen. Eine super Alternative für alle die die 10€ für den Fernsehturm nicht investieren wollen, aber trotzdem einmal hoch hinaus möchten. Ganz nebenbei gibts dann auch Fotos auf denen eines der Wahrzeichen Berlins wirklich drauf ist und man nicht nur drauf steht 😉

Aber irgendwann ist man dann auch genug ringsrum gelaufen und hat ausreichend Luftaufnahmen gesammelt, so dass man in 21 Sekunden auch wieder die 24 Stockwerke nach unten nimmt und froh ist, wenn der Druck auf den Ohren wieder nachlässt.

Mit noch einer Stunde Zeit bis Landenschluss haben wir es gerade so noch in den „Desigual“ Shop am zoologischen Garten geschafft. Der Laden hat wirklich Suchtpotential, aber glücklicherweise bremst einen der Kontostand doch etwas aus. Tolle Klamotten, hammer Preise! Ein Kleid musste es dann aber doch sein *lalala*…

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Wieder mit Hilfe der Berlin-vegan App haben wir dann in der Nähe das „Mamma monti“ in Charlottenburg gefunden. Ein kurzer Blick auf die Preisliste hat und jedoch dazu bewogen zum Inder 5 Häuser weiter zu wechseln. Im „Kabir“ gab es dann für mich „Subji“ (Gemüse in Currysoße mit Reis) und „Navrattan Korma (Gemüsestückchen mit Käse und exotischen Früchten in milder Sahne Soße) für ovo-lakto Veggie Judith. Mit einem milden Mango-Schnaps als Nachgang haben wir diesen tolle Tag dann gemütlich ausklingen lassen und sind nach den 45min Rückfahrt auch direkt eingeschlafen.

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