Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Achtung Bilderflut! Oh man jetzt hab ich hier Bilder rausgesucht, zusammen gestellt, Collagen gebastelt und es sind immernoch so viele Fotos. Aber hey, ich bin eh so ein visueller Typ und ich hoffe einfach mal ihr auch. Dafür gibt es vielleicht ja weniger Text….Hoffentlich ^^

Los ging unser zweiter Tag in Berlin erst einmal mit dem Frühstück. Das war in unserem Hotelangebot zum Glück enthalten und so konnten wir uns vom Bett nahezu direkt an den Frühstückstisch begeben. Hier gab es so ziemlich alles was das Herz begehrt…und zum Glück auch ausreichend Essen für mich. Mit Obst hatten sie nämlich überhaupt nicht gegeizt. Äpfel, Bananen, Kiwi, Melone, Mango…alles da. Für alles Weitere habe ich einfach mal gehofft, dass die Marmeladen ohne Gelatine und die Brötchen ohne Milchzusatz sind. Ein bisschen schlechtes Gewissen war natürlich schon dabei, aber irgendwie wollte ich niemandem auf die Nerven fallen. Da es mir aber trotz Laktoseintoleranz gut ging gehe ich mal davon aus, dass alles gut war. Dazu gab es jedenfalls leckeren 100% veganen Früchtetee 😉

P1030172

So gestärkt haben wir erstmal den kompletten Vormittag im „Alexa“ Einkaufszentrum im Stadtzentrum verbracht. Denn hier gibt es einen „Change„! Ob ich will oder nicht, ich muss euch einfach von diesem tollen Unterwäschegeschäft erzählen, denn der Name ist hier Programm. Seit dem ich letztes Jahr dort war, konnte ich meine alten BHs eigentlich direkt weg schmeißen… Wirklich schockierend wenn man merkt, dass man frau jahrlang die falsche Größe getragen hat. Und ein 100% passender BH ist wirklich Gold wert. Wenn ihr mal in Berlin seid oder auch in einer anderen Stadt mit einem „Change“, dann geht da unbedingt rein und lasst euch bzw. eure Freundin vermessen & verzaubern! Die knapp 50€ pro BH sind wirklich erstklassig investiert. Versprochen!

Da man im Alexa wirklich ewig zubringen kann, war es letztlich der Hunger der uns wieder auf die Straße und damit zurück zum eigentlichen Thema geschickt hat: dem Essen. Zwei Ecken vom Alexanderplatz entfernt befindet sich nämlich einer von zwei „Wok to Walk“ in Berlin. Ein Tipp von Judith, denn ich kannte die Ladenkette noch gar nicht.

P1030173

Auf den ersten Blick sieht der „Wok to Walk“ natürlich aus wie jeder andere China Imbiss. Eine Blick auf die Karte verrät aber, dass das Konzept hinter diesem Laden ein bisschen anders ist. Denn hier kann man sein Essen mixen und zusammenstellen wie man gerade lustig ist. Man muss sich lediglich zwischen einer Basis (verschiedene Nudel- und Reissorten) entscheiden, die Favoriten dazu wählen und dann noch die passende  Soße aussuchen… Auch wenn das alles sehr nach „Subway“ klingt ist es doch für meinen Geschmack deutlich angenehmer und vor allem intuitiver. Alles wird anschließend frisch zubereitet, so dass man auch das Ei zu Nudeln bzw. Reis (welches normalerweise dazu gehört) noch abwählen kann. Die Basis mit etwas Gemüse und Soße kostet hier 4,30€. Je nach gewünschten Favoriten kommen hier noch jeweils bis zu 1,90€ dazu.

Für mich gab es nach kurzem Überlegen daher Reis (natürlich ohne Ei) mit Brokkoli, Cashewkernen und süß/saurer Soße. Für insgesamt 6,60€ zwar etwas teurer als ein normaler China Imbiss, dafür aber frisch und nach Wahl zubereitet. Sehr lecker!

2013_08_29-31 Berlin mit Judith4

Vom Alexanderplatz ging es dann für uns weiter. Diesmal zu Fuß Richtung Brandenburger Tor. Unterwegs vorbei am Berliner Dom und dem Fernsehturm. Schnell noch ein Selbstporträt zum Beweis: wir waren wirklich zusammen hier.

2013_08_29-31 Berlin mit Judith5

Am Brandenburger Tor herrschte das übliche Touristengetummel…und wir natürlich mitten drin. Da man sich mit über 1,80m irgendwie echt schlecht verstecken kann und zwei Frauen ohne männliche Begleitung offensichtlich auch nur schwer übersehen werden kam es dann dazu, dass uns die beiden Schauspielstudenten in Uniformen für ihre Fotos auserkoren haben. Natürlich alles nur zu Gunsten der Schauspielschule…jaja 😉

2013_08_29-31 Berlin mit Judith6

Nach einer kurzen Erholung im Park hat uns Judiths Kumpel Stephan angerufen. Da er in der Pflicht stand uns als „Einheimischer“ ein bisschen herumzuführen (und natürlich auch adäquat vegan zu verköstigen) hatte er sich bei einer Bekannten ein wenig schlau gemacht und für unser Treffen am Nachmittag das Café „Vux“ auserkoren. Nach kurzer Neuorientierung auf dem Stadtplan ging es dann also wieder zurück zum Brandenburger Tor, mit der S25 zum Südkreuz und anschließend über den Ring bis nach Neukölln.

Zwei Straßen weiter und nach der Erkenntnis, dass wir genau in die falsch Richtung gelaufen sind kamen wir schließlich in der Wipperstrasse 14 und damit im Café „Vux“ an.

P1030207

Allein die zwei Straßen von der S-Bahn Station bis zum Café hatten eigentlich ausgereicht um mich davon zu überzeugen, dass es hier wohl nichts tolles veganes geben kann. Und dann kommt man durch die Tür des Cafés und ist plötzlich in einer ganz anderen Welt. Wie schön es hier ist!

2013_08_29-31 Berlin mit Judith7

Das ganze Café ist überwiegend in weiß gehalten und unglaublich liebevoll eingerichtet. Über all finden sich kleine Details die dem Besuch ein kleines Sahnehäubchen aufsetzen. Sei es die schöne Stuckdecke, der tolle Echtholzfußboden oder die liebevoll ausgesuchten Sitzmöbel. Auch wenn alles irgendwie nicht zusammen zu passen scheint, im Café „Vux“ wird es zum Gesamtkonzept. Und dann gibt es da diese unglaublich tollen Torten. Schaut sie euch an…ein Gedicht.

2013_08_29-31 Berlin mit Judith8

Für mich gab es ein Stück Aprikose-Nugat-Torte, Judith und Stephan hatten jeweils ein Stück Birne-Schoko-Torte. Ich habe versucht sie langsam zu essen, um wenigstens etwas die Jahre zu rechtfertigen, die ich sie wohl auf der Hüfte mit mir rumtragen werden. Aber sie war doch viel schneller weg als ich gucken konnte. Dazu gab es für mich einen Soja-Milchkaffee, Cappucino für Judith und Kaffee + Smoothie für Stephan.

Im Café „Vux“ wird alles auf pflanzlicher Basis selbst zubereitet und gebacken. Neben den hausgemachten Torten, Cookies und Cupcakes gibt es auch Waffeln mit heißen Früchten & Sojasahne. Kaffee und Trinkschokolade sind fair gehandelt und aus Bioanbau. Auf Wunsch kann man sein Getränk auch mit hausgemachtem Lavendelsirup oder einem Hauch Chili verfeinern lassen. Na wenn das mal Nichts ist. Und verschiedene Teesorten und Smoothies gibt es natürlich auch.

Wem das alles zu süß und kalorienhaltig ist, für den gibt es auch Bagels mit verschiedenen Belägen oder auf der Tageskarte leckere Suppen mit hausgebackenen Brötchen. Leider habe ich mir gar nichts über die Preise aufgeschrieben und weiß auch ehrlich nicht mehr was ich an dem Nachmittag bezahlt habe. Aber viel wars nicht und mein Studentenbuget hat allemal ausgereicht.

2013_08_29-31 Berlin mit Judith9

Da der Kaffee sich irgendwann dann doch meldete, bin ich nochmal kurz aufs Klo gehüpft…und kurz verwirrt stehen geblieben, denn da schauten mich doch diese beiden Zettel an den zwei Türen an.  Oh man „Genderklos“ wie toll 🙂 Eine echt witzige Idee wie ich finde und hat auf alle Fälle ein Däumchen verdient. Wenn ihr in Berlin seid, schaut da echt mal rein. So ein tolles Café!

P1030227

Für den Abend haben wir uns dann noch Zuwachs geholt, diesmal aus meiner Freundesecke. Mit Lydia habe ich Abitur gemacht und wir haben seit dem Abschluss immer mal wieder Kontakt. Vor allem dann wenn ich einfach sprachlos vor dem Rechner sitze, weil ich die Fotos ihres letzten Shootings bestaune. Schaut mal rein, wirklich tolle Bilder! –> Black Silence Photography Sie lebt jetzt seit 5 Jahren mit ihrem Freund Adrian zusammen in Berlin und wenn wir einmal da sind, wollten wir uns natürlich auch treffen. Bester Ort dafür: das Veganz an der Warschauerstraße. Im gleichen Eingang befindet sich sowohl das „Goodies“ als vegane Imbiss- und Kaffeegelegenheit, als auch der „Avesu“ Schuhladen. Und wir konnten auch schon etwas lunsen, denn hier entsteht auch das neue Restaurant von Vegan-Koch Björn Moschinski. Das „Mio Matto“ wird voraussichtlich am 09.09.2013 eröffnen. Für alle Berliner: schaut vorbei uns sagt mir unbedingt wie es ist!

P1030229

Für das Abendessen haben wir uns dann aber doch 3 S-Bahnhaltstellen weiter zum Kottbusser Tor begeben. Mit kleinem Fußweg kommt man hier nämlich direkt zum „Viasko“ am Erkelenzdamm 49.

Das „Viasko“ ist ein rein veganes Restaurant…moment…rein vegan…das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen…REIN VEGAN! Oh man ist das toll! Da das Wetter an dem Abend noch so toll war, haben wir es uns trotz abnehmender Lichtintensität draußen gemütlich gemacht, die Karte studiert und letztendlich ordentlich zugelangt.

2013_08_29-31 Berlin mit Judith10

Für Stephan gab es „Seitan-Estragon-Ragout mit hausgemachten Serviettenknödeln und grünen Bohnen“ (l.u.), Judith und ich hatten „Capellini in Zitronengrassauce mit glasiertem Fenchel und gerösteten Pinienkernen“ (l.o.), „gegrilltes Focaccia mit hausgemachter Seitan-Piccata, Knoblauch-Cashewcreme, Avocado, Tomate und Rukola“ für Adrian (r.o.) und irgendwas anderes total lecker aussehendes für Lydia (r.u.). Dazu für jeden einen Smoothie und dank Stephan auch ein Glas Weißwein. Ich würde sagen wir haben es uns rundum gut gehen lassen.

Zwar sind die Preise im Viasko schon etwas höher (für eine Hauptspeise zahlt man zwischen 8,50€ und 13,90€), aber dafür ist es ja auch ein Restaurant und keine Imbiss-Bude. Geschmacklich hat es auf alle Fälle 200% überzeugt und ich würde mal vermuten, dass man mich dort nicht zum letzten Mal gesehen hat 🙂

So nun hab ich doch mehr geschrieben, als ich beabsichtigt hatte, aber ich hoffe natürlich dass ich euch ein paar Anregungen geben konnte. Ein weiterer Bericht folgt die Tage noch, denn imnmerhin war Veggie-Sommerfest in Berlin und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Advertisements